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Pünktlich zum Jahresende kommt (neben all den Jahresrückblicken und den Bestenlisten) auch der Vorausblick auf das nächste Jahr. Zu den unzähligen Orakeln und Wunschbrunnen soll sich auch meine Liste gesellen:

1. Mein Blog wird kritisch kommentiert.
2. Die Proben gehen so weiter wie bisher.
3. Wir können unsere Besetzung ausbauen.
4. Die Gemeinschaft weiss die (Jugend-)Arbeit der Musikvereine immer zu schätzen, dies finanziell wie moralisch.
5. Musik-Wettbewerbe und Konkurrenz-Denken werden abgeschafft und zugunsten von Gemeinschaftskonzerten und Festen aufgegeben.
6. Der Internet-Auftritt unseres Vereins wird weiterhin von so vielen Leuten täglich besucht.
7. Die Mitglieder der mggt wissen den Verein und den jungen und engagierten Chef weiterhin zu schätzen.
8. Das Kaffeemachen am Freitagabend wird wieder eingeführt; auch die Partylöwen-Liste.
9. Unsere Konzerte werden weiterhin von zahlreichen Zuhörern besucht und mit Wohlwollen aufgenommen.
10. Der gute Einsatz der Mitglieder bei den Auftritten und Veranstaltungen hält an.

Zu guter Letzt: Alle obigen Punkte werden erfüllt und machen im Dezember 2012 weiteren Wünschen Platz.
 
 
Nr. 2:
Wenn Ihnen das Konzert-Programm nicht gefallen hat, so legen Sie 100 Franken in die Kollekte, damit wir mit diesem Betrag nächstes Jahr bessere Stücke kaufen können.
 
 
In letzter Zeit häufen sich die Berichte darüber, dass Sportvereine immer mehr Mühe haben, geeignetes und engagiertes (junges) Personal zu finden, das sich dementsprechend für den Verein einsetzen will (Quellen: Tagesanzeiger, Der Bund, 20 Minuten etc.).
So hat der Bund sogar Studien zu diesem Phänomen veranlasst und das Institut für Sportwissenschaft der Uni Bern hält in einem Zwischenergebnis fest, dass den Sportvereinen in der Schweiz bald Tausende von Ehrenamtlichen fehlen werden, die den Fortbestand dieser Vereine sicher stellen sollen. Als Konsequenz davon werden von den Wissenschaftlern Massnahmen herausgearbeitet, die den Sportvereinen helfen sollen, frisches Personal rekrutieren zu können.

Die Musik scheint zu kurz zu kommen; wird doch von keiner Studie berichtet, welche die Freiwilligen-Arbeit in den Musikvereinen untersucht. Dabei haben wir dieselben wertvollen Errungenschaften zu bieten wie die Sportvereine: Geselligkeit, Integration und Förderung des Gemeinwohls (etwa durch Konzerte und Auftritte bei weltlichen und kirchlichen Anlässen); die gesunde Betätigung der Sportler kann durch die Emotionen, die Musik bei Musikern und dem zuhörenden Publikum gleichermassen heraufbeschwört, ersetzt werden.

Ich sage das alles, weil es vermehrt Musikvereine gibt, die ebenfalls Mühe haben, neue Mitglieder, geschweige denn Personen zu finden, die sich für die Führung engagieren wollen. Auch in unserem Bereich besteht Handlungsbedarf und wir scheinen dem Sportbereich (wieder einmal!) hinterher zu hinken.

Die definitiven Resultate der Sport-Studie sollen Mitte 2012 vorliegen. Bis dahin kann nur gehofft werden, dass Punkte der im Parlament hängigen Initiative "Jugend und Musik" erste Glanzlichter setzen und unsere unermüdliche Arbeit weiter unterstützen und würdigen. 
Vielleicht gibt es dann ja auch einmal eine fruchtbare Studie über das Vereinswesen in der Musiklandschaft...
 
 
Ein mögliches Plädoyer: Nr. 2

Der Dirigent zeigt immer unermüdlichen Einsatz und arbeitet mit modernsten didaktischen Überzeugungen und Methoden. Die Proben werden so intensiv, interessant, lehrreich, aber auch kurzweilig und unterhaltsam.
 

© bei der mggt